Sozialistische Europaabgeordnete kritisiert Nikotinbeutel und offenbart ihre gefährliche Wissenslücke 

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Entwurf der Stellungnahme des Europäischen Parlaments zum EU-Plan für Herz-Kreislauf-Gesundheit tut Es geht um mehr als nur um die Bedrohung von Nikotinbeuteln. Es offenbart eine beunruhigende Realität: Der Berichterstatter, der für dieses Thema zuständig ist, scheint die grundlegendsten wissenschaftlichen Erkenntnisse über rauchbedingte Krankheiten nicht zu verstehen.

Der von der sozialistischen Berichterstatterin Romana Jerković eingebrachte Entwurf fordert weitreichende Beschränkungen für Nikotinprodukte, einschließlich Nikotinbeutel. Aromenverbote, Nikotinbegrenzungen und Strafmaßnahmen werden als „Gesundheitspolitik“ dargestellt. Tatsächlich offenbaren sie ein eklatantes Unverständnis für die Unterscheidung zwischen Verbrennung und Nicht-Verbrennung.

Diese Unterscheidung ist nicht akademischer Natur. Sie ist die Grundlage der modernen Tabakschadensminderung.

Zigaretten verursachen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weil sie Tabak verbrennen und dabei Kohlenmonoxid, Feinstaub und Tausende giftiger Nebenprodukte freisetzen. Nikotinbeutel verbrennen keinen Tabak. Sie erzeugen keinen Rauch. Sie setzen die Nutzer diesen Giftstoffen nicht aus.

Doch Jerkovićs Entwurf behandelt sie als funktional gleichwertig. Das ist keine Vorsicht, sondern begriffliche Verwirrung.

Wenn ein Berichterstatter, der mit der Gestaltung der EU-Gesundheitspolitik betraut ist, nicht zwischen der Hauptursache rauchbedingter Krankheiten und einer rauchfreien Alternative unterscheiden kann, liegt das Problem nicht mehr in politischen Meinungsverschiedenheiten. Es ist Kompetenz.

Die Stellungnahme schlägt vor, Nikotinbeutel wie Zigaretten zu regulieren und gleichzeitig die Kommunikation von Risikoinformationen an erwachsene Konsumenten einzuschränken. Dadurch wird Rauchern, die mit dem Rauchen aufhören wollen, ein klarer, sachlicher Vergleich der relativen Schädlichkeit vorenthalten. Die Folge ist vorhersehbar: Weniger Menschen steigen um, mehr rauchen weiter.

Das schützt nicht die Gesundheit. Das ist ein schlechtes Gesundheitsmanagement.

Juan Rafael Taborcía, globaler Sprecher von Considerate Pouchers, sagte:

„Wer Verbrennungsprozesse nicht als Ursache für Herz-Kreislauf-Schäden identifizieren kann, ist nicht in der Lage, Strategien für die Herz-Kreislauf-Gesundheit zu entwickeln. Nikotinbeutel wie Zigaretten zu behandeln, ist keine politische Entscheidung, sondern ein grundlegender wissenschaftlicher Fehler.“

Europa weiß bereits, was funktioniert. Wo rauchfreie Alternativen zugänglich und verhältnismäßig reguliert sind, sinken die Raucherquoten deutlich. Wo Gesetzgeber alle Nikotinprodukte über einen Kamm scheren und sie unter Strafe stellen, bleiben Zigaretten dominant.

Jerkovićs Entwurf sieht die letztere Variante vor.

Das Europäische Parlament sollte sich eine ernsthafte Frage stellen: Wie konnte eine so wichtige Akte in die Hände von jemandem gelangen, der nicht willens oder in der Lage ist, grundlegende Logik des öffentlichen Gesundheitswesens anzuwenden?

Denn Politik, die auf Missverständnissen beruht, scheitert nicht einfach nur.

Es richtet Schaden an.

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